Humanitaere Hilfe

a) Medizinisch-technische Ausstattung fuer das
Kinderkrankenhaus in Uljanowsk Vorrangig bemuehen wir uns
z.Zt. um die Unterstuetzung des Kinderkrankenhauses in Uljanowsk, weil dieses Kinderkrankenhaus nur teilweise funktionsfaehig ist.

In weiteren Schritten wollen wir helfen, die unzutraegliche Situation
auch in anderen Krankenhaeusern in Uljanowsk zu mildern.

Zur Krankenhaussituation in Uljanowsk ist folgendes zu sagen :

Der Zustand saemtlicher Krankenhaeuser ist mehr als erbaermlich;
er ist bedrueckend. In der Kinderklinik stehen eine ganze Anzahl von
Raeumen seit vielen Jahren leer, sie koennen nicht genutzt werden,
weil die Ausstattung fehlt. Neben Medikamenten fehlen die medizinisch-technischen Geraete. Die vorhandenen Geraete sind veraltet, es gibt zu wenig Betten, Bettwaesche, Matratzen usw. Soweit Patienten einen Platz in den Krankenhaeusern bekommen koennen, sind sie gehalten, sich ihre eigenen Bettunterlagen und Bettwaesche mitzubringen.

Die Krebsrate ist sehr hoch. Etwa ein Drittel des Gebietes Uljanowsk
ist tschernobylgeschaedigt. Von Aerzten und Behoerden wird lediglich
angedeutet, daß es auch andere Ursachen für die Krebserkrankungen
gaebe. Ueber die Ursachen koennen nur Vermutungen angestellt werden.  
50 % der Fluesse, der Seen und der Kuestengewaesser sind nuklear verseucht; das gleiche gilt fuer die Erde. Die bestenden Pipelines
verseuchen weite Gebiete einschließlich des Grundwassers.
Auf dem Boden - beispielsweise der Wolga - lagern Schwermetalle,
Fische aus der Wolga bilden aber eine wesentliche Nahrungsgrundlage
für die Bevoelkerung. Die Notwendigkeit zur Selbstversorgung ist
hinreichend bekannt und bedarf deswegen keiner weiteren Erlaeuterung.
Die Lebenserwartung der Menschen ist niedrig. Neben Krebs treten
weitere Krankheiten auf, z.B. Lupus, eine Immunschwaeche.

Wie dieses Problem angegangen werden soll, berichtet
"DIE ZEIT" vom 18.11.2004 (Nr. 48, Seite 33):

"An der Staatsuniversitaet Ulan-Ude wurde mit Unterstützung
der Deutschen Entwicklungshilfegesellschaft GTZ ein Internet-
Umweltbildungsprogramm gegründet, mit dem man einem der größten
Probleme Sibiriens beikommen will: Der Umweltzerstörung durch
die rücksichtslose Industrialisierungspolitik in den letzten Jahrzehnten der Sowjetunion."

b) Humanitaere Hilfe für besonders Notleidende

Wir unterstuetzen mit Lebensmitteln und Medikamenten die besonders notleidenden Menschen, die wegen ihrer geringen Rente kaum die wichtigsten Grundnahrungsmittel kaufen koennen. Dazu gehoeren alte Menschen, die das Haus nicht mehr verlassen koennen und schwerkranke Kinder.

Kleine Lebensmittelpaeckchen und Medikamente werden vom
Russischen Roten Kreuz in Zusammenarbeit mit der Evangelischen
Kirchengemeinde St.Maria in Uljanowsk in die Wohnungen gebracht.


Druckversion